Kokoswasser ist die neueste Modeerscheinung in der Sporthydratation. Werbung verkündet kühn die Vorteile des Getränks: Mehr Feuchtigkeit als normales Wasser! Gefüllt mit Nährstoffen! Cholesterin- und zuckerfrei!

Einige Unternehmen gehen noch einen Schritt weiter und machen diese ungewöhnliche Behauptung: Sie sagen, Kokoswasser sei identisch mit menschlichem Plasma und könne direkt in den menschlichen Blutkreislauf injiziert werden. Stimmt das?

Die Geschichte hat ihren Ursprung im Zweiten Weltkrieg, als britische und japanische Soldaten intravenös Kokoswasser erhielten, weil Salzlösung knapp war. Aber unter normalen Umständen sagen Ärzte heute, während es nicht schädlich sein könnte, würden sie nicht geneigt sein, eine Kokoswasser-IV für dehydrierte Patienten einzurichten.

Kokoswasser ist das Wasser in einer jungen Kokosnuss. Es sollte nicht mit Kokosmilch verwechselt werden, die aus geriebenem Kokosnussfleisch hergestellt wird. Kokoswasser ist normalerweise steril und kann, wenn es mit Plasma gemischt wird, sehr ähnlich wie Kochsalzlösung wirken. Ärzte sagen jedoch, dass sein Natriumgehalt nicht hoch genug ist, um sehr lange im Blutkreislauf zu bleiben. Und eine Infusion von Kokoswasser könnte dazu führen, dass der Spiegel eines anderen Elektrolyten, Kalium, zu hoch wird.

Ärzte sind sich jedoch einig, dass Kokoswasser ein gutes Getränk für die Flüssigkeitszufuhr ist. Diese Elektrolyte, die wir gerade erwähnt haben? Sie sind Salze, die eine wichtige Rolle in der Biochemie und den physiologischen Prozessen des menschlichen Körpers spielen. In schweren Fällen von Dehydratation wird der Elektrolythaushalt aus dem Gleichgewicht gebracht und kann ernsthafte Probleme verursachen.

Menschen haben sich traditionell Sportgetränken wie Gatorade zugewandt, um Elektrolyte aufzufüllen. Aber Kokoswasser kann besser sein, weil es nicht die Zitronensäure oder den Zucker enthält, die in einigen Getränken gefunden werden.

Training für einen Marathon oder ein Langstreckenradrennen? Kokoswasser kann für Sie sein. Aber Sie werden es wahrscheinlich trinken wollen – nicht einen IV-Tropf einrichten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

lg